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Neuigkeiten zu Corona vom BR

Coronavirus: Kliniken bereiten sich auf Personalengpässe vor

Die Zahl der Corona-Infizierten steigt, die Kliniken treffen Vorkehrungen: Gesundheitsminister Spahn will pensionierte Ärzte und Pfleger zurückholen. Auch Studenten sollen helfen. Das Klinikum Großhadern stellt einen Pool an Freiwilligen zusammen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will in der Corona-Krise Mediziner sowie Pfleger und Krankenschwestern aus dem Ruhestand zurückholen. Einen solchen Vorschlag machte der Minister in einem Brief an die Geschäftsführer der deutschen Krankenhäuser. Das Gesundheitssystem könne durch das Coronavirus an seine Grenzen und darüber hinaus kommen, schreibt Spahn.

Kritik an Robert-Koch-Institut

Zustände, wie sie derzeit in Norditalien herrschten, müssten unbedingt vermieden werden. Ähnlich sieht das die deutsche Gesellschaft für internistische Intensiv- und Notfallmedizin. Sie bemängeln die Quarantäne-Bestimmungen des Robert-Koch-Instituts. Der Präsident des Verbandes sagte, wenn sich Mediziner an die Vorgaben hielten, dann könnte hierzulande die Grundversorgung in Kliniken und Arztpraxen bald nicht mehr gewährleistet werden.

Spahn warnt vor steigenden Infiziertenzahlen

Minister Spahn will dem vorbeugen und appelliert an die Leiter deutscher Krankenhäuser, sich auf steigende Infiziertenzahlen vorzubereiten sowie planbare Eingriffe und Operationen zu verschieben. Spahn will zur Unterstützung nicht nur auf Mediziner im Ruhestand zurückzugreifen. Der Minister bittet auch die angehenden Mediziner um ihre Mithilfe.

Medizin-Studenten als freiwillige Helfer in der Klinik

In München folgt unter anderem das Universitätsklinikum Großhadern dem Aufruf. Wie ein Sprecher bestätigte, ist das Klinikum damit beschäftigt einen Pool an Freiwilligen zusammenzustellen. Es gebe viele Studenten, die jetzt in der Krise helfen wollen, soweit der Sprecher. Auch andere Kliniken im Freistaat bereiten sich auf steigende Corona-Patienten-Zahlen vor.

Münchner Kliniken mit eigenen Corona-Stationen

Während es am Münchner Uni-Klinikum am Sendlinger Tor bereits eine Station für Covid-19-Patienten gibt, laufen Vorbereitungen im Klinikum Großhadern. Ein Teil der Intensivstation soll für Infizierte freigeräumt werden, zudem wird eine weitere Station vorbereitet, um Corona-Patienten aufzunehmen. Es sei eine rein logistische Vorbereitung, aktuell ohne Hektik, so der Pressesprecher der Uni-Klinik. Auch in den Münchener Kliniken Schwabing, Bogenhausen oder Neuperlach werden Kapazitäten auf den Intensivstationen geschaffen. Einem Sprecher zufolge ist aktuell noch keine der Intensivstationen voll belegt.

Aktuelle Zahlen aus Bayern und Deutschland

Die Stadt München meldet am Samstag 52 neue Fälle. Insgesamt sind es nun 201 Corona-Infektionen in der Landeshauptstadt. In Bayern sind ist die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus auf 681 Menschen gestiegen (Stand 13.00 Uhr). Dies seien 123 Fälle mehr als am Vortag, teilte das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mit. In ganz Deutschland sind laut Robert Koch Institut 3.795 Menschen infiziert (Stand 14.3.).



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